Masterbatchherstellung: Wichtige Regulatorien und Konformitäten FDA, MDR, PPWR
Für den Einsatz von Masterbatch in Lebensmittelverpackungen (Food Contact) und Medizinprodukten sind Konformitäten mit der FDA (Food and Drug Administration) und der MDR (Medical Device Regulation, EU 2017/745) sowie PPWR-Konformität heute zwingend.
Mit der neuen EU-Verordnung PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation, EU 2025/40) kommen zusätzliche Anforderungen auf die Kunststoffindustrie zu.
FDA-konforme Masterbatches
FDA-konforme Masterbatches sind Kunststoffkonzentrate, deren Pigmente, Additive und Polymere die Anforderungen der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) erfüllen. Sie gewährleisten die Unbedenklichkeit in allen Food Contact Anwendungen sowie im Einsatz bei Medizinal- und Pharma-Produkten.
Jede Charge wird mit einem Prüfbericht und einem FDA-Konformitätszertifikat ausgeliefert. Rückverfolgbarkeit, kontrollierte Prozesse sowie die Herstellung nach internationalen Standards ISO 9001 und ISO 13485 sind garantiert. Für Einkäufer bedeutet das: höchste Sicherheit und vollständige Dokumentation für alle Anwendungen, bei denen der Kontakt mit Lebensmitteln oder medizinischen Produkten stattfindet.
MDR-konforme Masterbatches
Für Medizinprodukte wie Katheter, Spritzen, Implantate oder Medizinal-Verpackungen sind MDR-konforme Masterbatches (Medical Device Regulation, EU 2017/745) Pflicht. Entscheidend sind geprüfte Rohstoffe, dokumentierte Inhaltsstoffe und lückenlose Nachweise für die Patientensicherheit.
Die MDR verlangt von allen Partnern in der Lieferkette höchste Prozesssicherheit, vollständige Dokumentation und die strikte Einhaltung von Substanzgrenzwerten. Für Kunden bedeutet dies Sicherheit und Nachvollziehbarkeit, für Hersteller eine enge Zusammenarbeit mit den Verarbeitern.
PPWR – neue Anforderungen für Kunststoffverpackungen
Mit der EU-Verordnung PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation, EU 2025/40) werden die Anforderungen an Kunststoffverpackungen neu definiert. Verarbeiter müssen künftig verbindliche Vorgaben zu Materialeinsatz, Recyclingfähigkeit und Nachweisführung erfüllen.
Ab 12. August 2026 gilt: Kunststoffverpackungen müssen einen festgelegten Mindestanteil an Post-Consumer-Rezyklat (PCR) enthalten. Diese Quoten werden in den Folgejahren kontinuierlich steigen.
Der Einsatz von Carbon Black (Russ) für Schwarzfärbungen wird stark eingeschränkt. Stattdessen müssen künftig NIR-detektierbare Pigmente verwendet werden, um die Sortierbarkeit und Recyclingfähigkeit sicherzustellen.
Komplexe und schwer trennbare Materialverbunde sollen schrittweise vermieden werden. Zudem werden Unternehmen stärker in die Pflicht genommen, Rezyklat-Anteile und Recyclingfähigkeit ihrer Produkte transparent nachzuweisen.
Stoffverbote: PFAS und Schwermetalle. Ein Kernstück der Verordnung ist die chemische Sicherheit. Ab der Einführung am 12. August 2026 gelten definierte PFAS-Beschränkungen für Lebensmittelverpackungen und harte, verbindliche Grenzwerte gemäss Artikel 5 der PPWR:
- 25 ppb für einzelne PFAS-Substanzen
- 250 ppb für die Summe der gemessenen PFAS
- 50 ppm für PFAS insgesamt (einschliesslich polymerer PFAS)
- Schwermetalle: Blei, Cadmium, Quecksilber und Chrom(VI) werden streng limitiert.
Die Granula®-Lösung: Herstellung von vollständig PFAS-freien Masterbatches und Compounds, Dokumentation und Nachweise. Auf Wunsch gemessene Werte und Analysenzertifikate und damit Beleg, dass keine fluorierten Prozesshilfsmittel oder Additive in die Kette gelangt sind.
PPWR - Herausforderungen und Chancen für Kunststoffverarbeiter
Für Kunststoffverarbeiter bedeutet die PPWR:
- Rohstoffstrategie neu denken – Einsatz von geprüften Rezyklaten, Kombination mit Additiven.
- Konstante Qualität sichern – trotz schwankender Rezyklat-Qualitäten müssen mechanische Festigkeit, Farbkonstanz und UV-Beständigkeit gewährleistet bleiben.
- Recyclinggerechtes Design – schon in der Produktentwicklung müssen Monomateriallösungen und die Reduktion kritischer Additive berücksichtigt werden.
- Prozessanpassungen – Maschinen- und Verarbeitungseinstellungen müssen auf neue Materialien abgestimmt werden.
Granula® als Partner für Konformität und Nachhaltigkeit
Granula® unterstützt Verarbeiter mit geprüften Rezyklaten, NIR-erkennbaren Pigmenten und leistungsstarken Additiven. Damit werden Sortierbarkeit, Recyclingfähigkeit und Produktsicherheit optimiert. Unsere Masterbatches sind gezielt auf die Anforderungen der FDA, MDR und PPWR ausgerichtet – und geben Einkäufern wie Technikern die Sicherheit, heute und in Zukunft regelkonform und wettbewerbsfähig zu produzieren.
Hier: Mehr Informationen zum Thema: Konformität FDA Food & Drugs Administration
Hier: Mehr Informationen zum Thema: Konformität MDR Medical Device Regulation
Hier: Mehr Informationen zum Thema: PPWR Packaging and Packaging and Waste Regulation
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